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Gleichbehandlung Ungleicher führt nicht zu echter Chancengleichheit sondern reproduziert die bestehenden Ungleichverhältnisse.
Unsere Schule hat auf Grund ihrer Geschichte und auf Basis des Amsterdamer Vertrags der Europäischen Union des Jahres 1997 (Amsterdamer Vertrag 1997, Art.2 und 3, Abs.2) Gender Mainstreaming als verbindliches Prinzip im Leitbild verankert.
In unserer Schule sind in jeder Klasse zumindest ein Schüler/eine Schülerin als Genderbeauftragte/r mit Aufgaben zur Umsetzung von Gender Mainstreaming betraut. (Aufgabenliste)
In der Unverbindlichen Übung „Genderstudies“ erhalten sie das notwendige Know-how für ihre Funktion.
Im Schwerpunktteam gibt es jeweils zwei Lehrerinnen/zwei Lehrer, die für die Genderperspektive im Schulentwicklungsprozess hauptverantwortlich sind.
Darüber hinaus gibt es auch spezielle Angebote für Mädchen. (Mädchensprechstunden, Mädchen in Bewegung)
Gender Mainstreaming & Frauenförderpolitik zielen als Komlementärstrategien auf die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern als Voraussetzung für echte Gleichstellung. Daher haben beide Strategien ihren Platz an der Schule.
Gender– Perspektive besagt:
- Frauen/Mädchen und Männer /Buben finden in der Gesellschaft/in der Schule unterschiedliche Lebensbedingungen und Chancen vor,
- entwickeln auf Grund geschlechtsspezifischer Sozialisation unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse,
- sind von gesellschaftlichen Prozessen und deren Auswirkungen unterschiedlich betroffen.
…die Erfahrung lehrt, dass der Blick auf die Geschlechterdifferenz auch den Blick auf andere Differenzen (Ethnie, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung, religiöses Bekenntnis,…) öffnet.
- Dadurch wird Gender Mainstreaming zu einem wirksamen Impuls, Schülerinnen und Schüler ihren Bedürfnissen gemäß zu unterrichten und kann so einen grundlegenden Beitrag zur Verbesserung der Qualität der Schule leisten.
- Gender Mainstreaming ist eine Strategie/Prozess zur Erreichung des Ziels der Chancengleichheit.
- Gender Mainstreaming ist eine Querschnittaufgabe, die alle Politikfelder betrifft und daher an der Schule in Zusammenspiel mit politischer Bildung agiert und als Teil des Schwerpunkts der Schule verankert ist.
- Gender Mainstreaming sieht die Gleichstellung der Geschlechter nicht als separates Thema sondern als Grundprinzip, das in der täglichen (Unterrichts)arbeit zu beachten und mit Inhalt zu füllen ist.
Gender Mainstreaming…
- ….zielt auf Rahmenbedingungen und Strukturen, die Ungleichheit hervorbringen,
- ….wirkt langfristig und weniger direkt als spezifische Gleichstellungspolitik
- ….erarbeitet Strategien für alle Politikbereiche
Schule als gesellschaftliche Institution ist nicht bloß passive Reproduzentin, sondern vielmehr auch aktive Produzentin aktueller Geschlechterverhältnisse.
Genderpädagogische Ziele:
- Handlungsmuster wahrnehmen
- Handlungsmuster erweitern
- Handlungsmuster in ihren Folgen abschätzen
Im Unterricht, an Projekttagen und speziellen Angeboten werden diese Ziele umgesetzt.
Methoden und Strategien:
- Untersuchungstätigkeit hinsichtlich der Darstellung der Geschlechter : Analyse von Zeitschriften, Büchern, Arbeitsblättern
- Gendergerechte Sprache in Wort und Schrift
- Eigene Erfahrungen reflektieren
- Historische Fakten und neue Forschungsergebnisse kennen
- Die gesellschaftlich-strukturelle Ebene von der persönlich-individuellen Ebene differenzieren zu lernen
Im Schulmanagement wird dabei auf 4 Ebenen gearbeitet:
- Inhaltlich ( Lehrstoff)
- Systemisch-strukturell (Schulorganisation)
- Individuell (eigene Geschichte)
- Interaktion
Es geht um
- Wissen (z. B. Gendertheorien)
- Wahrnehmung (z. B. geschlechtsspezifische Diskriminierung und ihrer Verknüpfung mit anderen Diversitäten
- Einstellung (habitus)
- Handeln (Umsetzung von Wissen und Einstellungen im eigenen Tun)
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