Als allgemeinbildende Schule fühlen wir uns einem ganzheitlichen pädagogischen Ansatz verpflichtet, der kognitive, soziale und musische Kompetenzen entfaltet und miteinander vernetzt. Nach Maßgabe der ökonomischen Gegebenheiten streben wir die Erziehung zur Nachhaltigkeit in allen aufgelisteten Teilbereichen an.

Gewaltfreiheit
Respektvoller Umgang mit Menschen unterschiedlichster Werthaltungen ist uns wichtig und soll im Schulalltag von allen Schulpartnern verwirklicht werden. Der gewaltfreie Umgang mit Konflikten und die Erarbeitung entsprechender Lösungen sind Teil unserer Schulkultur.

Umweltschutz

Unserer Schule ist die Schonung und Bewahrung unserer Umwelt ein besonderes Anliegen. Deshalb ist Erziehung zum sorgfältigen und umweltgerechten Umgang mit materiellen Ressourcen und Energieträgern ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungsauftrages.

Gleichberechtigung
Unsere Schule möchte unabhängig von Geschlecht, sozialer, nationaler und religiöser Herkunft ein individuelles Optimum an Bildung gewähren. Seit 1945 gehört es zum Selbstverständnis unserer Schule, faschistoiden, rechtsextremen und rassistischen Ideologien und Haltungen entgegenzuwirken.

Seit 1995 ist das Unterrichtsprinzip „Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ in den Lehrplänen der AHS verankert. Zur Klarstellung und Verdeutlichung des Inhalts dieses Unterrichtsprinzips erachtet sich die Schulgemeinschaft bis zu einer etwaigen Neuverlautbarung an den aufgehobenen Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip „Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern vom 15. November 1995 (Geschäftszahl: 15.510/60-Präs.3/95, Rundschreiben Nr. 77/1995) gebunden. 

Die wichtigsten Inhalte sind:

  • Bewusstmachung von geschlechtsspezifischer Sozialisation durch Familie, Schule, Medien und Arbeitswelt sowie von Auswirkungen dieser Sozialisation auf die Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung und das eigene Denken und Verhalten (wie Körpersprache, Kommunikation, Rollenvorstellungen usw.) in jeweils altersadäquater Form. 
  • Wahrnehmung von Ursachen und Formen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung im Privatbereich und in der Arbeitswelt, der damit verbundenen Berufschancen und Arbeitsbedingungen sowie der unterschiedlichen Repräsentanz von Frauen und Männern in bestimmten Bereichen (wie Politik, Bildungswesen, Kunst, Wissenschaft, Handwerk, Technik) in der Vergangenheit und Gegenwart. 
  • Erkennen möglicher Beiträge zur Tradierung und Verfestigung von Rollenklischees im Lebensfeld Schule (und anderer Lebensfelder) durch Lehrinhalte, Unterrichtsmittel und Verhaltensweisen aller Schulpartner.
  • Reflexion des eigenen Verhaltens , der Interaktionen im Unterricht, des täglichen Umgangs miteinander, der eigenen Geschlechtsrollenvorstellungen
  • Bewusstmachen von alltäglichen Formen von Gewalt und Sexismus in der Schule, am Arbeitsplatz, in den Medien; Aufzeigen von Möglichkeiten zur Prävention und Intervention sowie von Schritten zum partnerschaftlichen Umgang miteinander 
  • Förderung der Bereitschaft zum Abbau von geschlechtsspezifischen Vorurteilen und Benachteiligungen, Förderung bzw. Ausgleich von Defiziten in Bezug auf sozialkooperative Verhaltensweisen und Selbstvertrauen sowie Förderung des partnerschaftlichen Verhaltens von Buben und Mädchen.  (Einstimmiger Beschluss der Lehrer_innenkonferenz und des SGA im Juni 2018)


Bewusste Koedukation
Koedukation ist mehr als das gleichzeitige Unterrichten von Mädchen und Buben. Wir wollen dazu ermutigen, tradierte Handlungsmuster zu hinterfragen und neue Verhaltensmuster zu erproben und entsprechend zu reflektieren. Der Umgang der Geschlechter miteinander steht auch innerhalb des LehrerInnenteams, der Klassen und der gesamten Schulgemeinschaft ständig auf dem Prüfstand.

Kulturelle Vielfalt / Internationalisierung
Menschen anderer Kulturkreise stellen eine Bereicherung für unseren Schulalltag dar. Deshalb wollen wir diese Vielfalt für unsere Schulgemeinschaft fruchtbar machen, indem wir Unterschiedlichkeiten an der Schule als Ressource nutzen und darüber hinaus den internationalen Austausch mit anderen Schulen pflegen.

Entwicklung sozialer Kompetenzen
Reflektieren individueller aber auch gesellschaftlicher Kommunikationsabläufe, sowie der Respekt vor demokratischen Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Schule, sind ein für uns unentbehrliches Bildungsziel. Wir wollen allen ermöglichen, Autorität zu hinterfragen, Entscheidungsprozesse und Interaktionsmuster zu verstehen und gegebenenfalls zu verändern.

Fassung einstimmig von der LehrerInnenkonferenz beschlossen am 9.9.2005

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