Seit den Anfängen besuchen mehrsprachige Schüler_innen unterschiedlicher kultureller Kontexte die Rahlgasse. Als Potenzial bringen sie europäische bzw. internationale Sprachenvielfalt in ihre Klasse, in die Schule mit ein.

Um das Sprachenpotenzial unserer mehrsprachigen Schüler_innen hervorzuheben und hierarchi-sierende Sprachenmodelle außen vor zu lassen, beschloss das GUS-Team in der Schulentwicklungs-klausur im Oktober 2014 in Triest, die Bezeichnung Deutsch für Mehrsprachige (DfM) statt der bisherigen Deutsch als Zweitsprache (DAZ) in der Rahlgasse zu gebrauchen. Eine Schülerin erkannte in der Abkürzung DfM: Deutsch für mich.

Wie fördert die Rahlgasse die Schulsprache Deutsch, sodass Bildungskarrieren für mehrsprachige Schüler_innen gut verlaufen können? Maßnahmen, Schwerpunkte und Ziele:

  • DfM für die Unterstufe (Ziel: Oberstufe)
  • DfM für die Oberstufe (Ziel: Reifeprüfung)
  • DfM Tutorium (Schüler_innen als Lehrer_innen)
  • DfM Förderstunden (nach Möglichkeit auch Einzelunterricht)
  • DfM Sprechstunde (nach Vereinbarung)
  • DfM Entwicklungs- und Forschungskooperation mit der Universität Wien

 

  • DFM für die Unterstufe (Ziel: Oberstufe)

Systematische Sprachförderung durch qualifizierte Lehrpersonen
1. und 2 . Klassen Vormittagsunterricht, 3. und 4. Klassen Nachmittagsunterricht
Exklusive Spracharbeit in Kleingruppen (5–10 Schüler_innen)
Raum zum Sprechen, Lesen, Schreiben etc. im geschützten Umfeld
Ganzheitliches, situationsadäquates und motivierendes Lernen
Vertiefende Grammatik- und Rechtschreibübungen evtl. mit Interferenzen
Sachtexte, Wortschatz div. Fächer (Ph, GS, GW, M etc.) und Schulschwerpunkte
Die regelmäßige und aktive Teilnahme wird in der Deutschnote berücksichtigt

 

  •  DfM für die Oberstufe (Ziel: Reifeprüfung)

Systematische Sprachförderung durch qualifizierte Lehrpersonen am Nachmittag
Insbesondere Schreibberatung in Kleinstgruppen (Paradigmenwechsel mit neuer RP)
Übungen bezüglich Textsorten (Inhalt, Struktur, Stil und Wortschatz, Sprachrichtigkeit)
Analyse, Strategie und Haltungen gegenüber eigener Stärken und Schwächen in Deutsch

 

  • DfM Tutorium (Schüler_innen als Lehrer_innen)

Sprachförderung mit ausgewählten Oberstufenschüler_innen (auch im Tandem)
Sprachunterricht in Kleinstgruppen (meist a.o. Schüler_innen)
Vernetzung mit Schüler_innenebene
Finanziert vom Elternverein

 

  • DfM Förderstunden (nach Möglichkeit auch Einzelunterricht)

Intensivkurs, sodass Schüler_innen an das Sprachniveau ihrer Klasse anknüpfen können

  • DfM Sprechstunde (nach Vereinbarung)

Elternberatung in der Unterstufe (Ziel: DfM-Angebote als Chance für Kinder verstehen);
Mentoring der DfM-Tutor_innen; Gespräche mit Unterrichtenden, mit Klassenvorständ_innen,
mit Administration und Direktion

 

  • DfM Entwicklungs- und Forschungskooperation mit der Universität Wien

Die Rahlgasse ist Kooperationsschule des Instituts für Germanistik (Deutschdidaktik)
In Lehrveranstaltungen entwickeln Lehramtskandidat_innen DfM Projekte für die Schulpraxis
Didaktische Vorgehensweisen werden im Unterricht erprobt und wissenschaftlich ausgewertet
Schüler_innen besuchen Präsentationen der Forschungsergebnisse an der Universität


In einer Zeit der Vielfalt, Veränderung und Transkulturalität gilt es Mehrsprachigkeit als Bereicherung und
Chance wahrzunehmen und für mehrsprachige Schüler_innen passende Maßnahmen zu bieten, auf
dass sie ihre Schulsprache Deutsch für eine gelingende Bildungslaufbahn weiter entwickeln können.

 

November 2014
Mag. Dr. Theresia Ladstätter

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