Im Zuge der Bestimmungen zur Schulautonomie haben wir im Schuljahr 94/95 einen Lehrplan für einen Unterrichtsgegenstand "Kommunikation, Kooperation, Konfliktbearbeitung" entwickelt.

Entstehung

Im Zuge der Bestimmungen zur Schulautonomie hat eine Gruppe von Lehrerinnen, Eltern- und Schülerinnenvertretern im Schuljahr 94/95 einen Lehrplan für einen Unterrichtsgegenstand "Kommunikation, Kooperation, Konfliktbearbeitung" entwickelt.

Seine wichtigsten Inhalte:

  • Kennenlernen und Teambildung, Selbstbild-Fremdbild, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

  • Kommunikation - was ist das? Gesprächs- und Umgangsformen. (Aktives) Zuhören, nonverbale Kommunikation, Ich und Du-Botschaften, Feed-back-Übungen.

  • Kommunikationsstörungen und Konflikte. Welche Störungen gibt es? Wie geht man damit um?

  • Arbeit in Gruppen: Normen, Regeln, Leitbilder und Ziele, Eingebundenheit in die Gruppe als "Phänomen", Durchlässigkeit und Außenbeziehungen, Unterschiede akzeptieren und trotzdem Gemeinsames tun.

  • Praktische Umsetzung in einer Gruppenarbeit: Arbeitsteilung, Arbeitstechniken, Protokollführung, Zusammenfassung, Moderation, Präsentationstechniken.


Im Anschluss daran erprobten im Schuljahr 1995/96 zehn Kolleginnen unter externer Leitung diesen Lehrplan im Rahmen schulinterner Lehrerfortbildung an sich selbst, um sich Kompetenzen für den Unterricht des neuen Faches anzueignen. KO KO KO wurde im Schuljahr 1996/97 in zwei dritten Klassen mit einer Wochenstunde als Pilotversuch eingeführt und hat seit 1999/2000 seinen festen Platz in allen ersten Klassen.

Ziel

Wir sehen in der Einführung dieses Gegenstandes eine Möglichkeit, das soziale Klima in der Klasse zu verbessern und der Gewaltbereitschaft unter den Heranwachsenden vorzubeugen. Auch soll den Schülerinnen ein Instrumentarium an die Hand gegeben werden, mit dessen Hilfe sie zukünftige Kommunikationsprobleme und Konfliktsituationen erkennen, analysieren und - hoffentlich - beheben können.

Organisationsform

KO KO KO erhält als verbindliche Übung im Zeugnis eine Note. Zur Beurteilung wird eine Kombination von Selbst-, KollegInnen- und Lehrerbewertung herangezogen, die neben der Überprüfung theoretischen Wissens vor allem Aufschluss über die soziale Entwicklung der Schülerinnenpersönlichkeit geben soll. Kriterien und Verfahrensregeln dafür werden in der Lehrerinnengruppe diskutiert und sind mit den Schülerinnen abzustimmen (Stichwort: Feed-back-Formen).


Vom Schuljahr 1996/97 bis zum Schuljahr 2002/03 arbeitete die Lehrerinnengruppe mit einer vom Pädagogischen Institut der Stadt Wien vermittelten Supervisorin, derselben, unter deren Leitung 1995/96 der Lehrplan erprobt wurde.


Ab dem Schuljahr 2005 wird KO KO KO neue Inhalte erhalten, angelehnt an das entwickelte Oberstufenmodell "KOSO".

Diese Seite wurde am 12.08.06 von Erika Ackerl erstellt.

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